Liebst du um Schönheit, Op. 12 no. 4

Clara SCHUMANN (1819-1896)
Text: Friedrich Rückert (1788-1866)

Liebst du um Schönheit,
O nicht mich liebe!
Liebe die Sonne,
Sie trägt ein gold’nes Haar!

Liebst du um Jugend,
O nicht mich liebe!
Liebe der Frühling,
Der jung ist jedes Jahr!

Liebst du um Schätze,
O nicht mich liebe.
Liebe die Meerfrau,
Sie hat viel Perlen klar.

Liebst du um Liebe,
O ja, mich liebe!
Liebe mich immer,
Dich lieb’ ich immerdar.

English Translation by David Kenneth Smith

If you love for beauty,
Oh, do not love me!
Love the sun,
She has golden hair!

If you love for youth,
Oh, do not love me!
Love the spring;
It is young every year!

If you love for treasure,
Oh, do not love me!
Love the mermaid;
She has many clear pearls!

If you love for love,
Oh yes, do love me!
Love me ever,
I’ll love you evermore!

February 17th, 2005   |  Permalink  |  Filed under: Schumann, Clara

Warum, willst du and’re fragen, Op. 12 no. 11

Clara SCHUMANN (1819-1896)
Text: Friedrich Rückert (1788-1866)

Warum willst du and’re fragen,
Die’s nicht meinen treu mit dir?
Glaube nicht, als was dir sagen
Diese beiden Augen hier!

Glaube nicht dem fremden Leuten,
Glaube nicht dem eignen Wahn;
Nicht mein Tun auch sollst du deuten,
Sondern sieh die Augen an!

Schweigt die Lippe deinen Fragen,
Oder zeugt sie gegen mich?
Was auch meine Lippen sagen,
Sieh mein Aug’, ich liebe dich!

English Translation by David Kenneth Smith

Why will you question others,
Who are not faithful to you?
Believe nothing but what
Both these eyes say!

Believe not strange people,
Believe not peculiar fancies;
Even my actions you shouldn’t interpret,
But look in these eyes!

Will lips silence your questions,
Or turn them against me?
Whatever my lips may say,
See my eyes: I love you!

February 17th, 2005   |  Permalink  |  Filed under: Schumann, Clara

Ich stand in dunkein Träumen, Op. 13 no. 1

Clara SCHUMANN (1819-1896)
Text: Heinrich Heine (1797-1856)

Ich stand in dunkeln Träumen
und starrte ihr Bildnis an,
und das geliebte Antlitz
Heimlich zu leben begann.

Um ihre Lippen zog sich
Ein Lächeln wunderbar,
Und wie von Wehmutstränen
Erglänzte ihr Augenpaar.

Auch meine Tränen flossen
Mir von den Wangen herab –
Und ach, ich kann’s nicht glauben,
Daß ich dich verloren hab!

English Translation by David Kenneth Smith

I stood in darkened daydreams
and stared at her portrait long
as that beloved face was
secretly coming to life.

Around her lips there blossomed
a wondrous laughing smile,
and melancholy teardrops -
they glittered in her fair eyes.

Likewise my teardrops welled up
and flowed down mournful cheeks
alas, I can’t believe it,
that I am deprived of you!

February 17th, 2005   |  Permalink  |  Filed under: Schumann, Clara

Sie liebten sich beide, Op. 13 no. 2

Clara SCHUMANN (1819-1896)
Text: Heinrich Heine (1797-1856)

Sie liebten sich beide, doch keiner
wollt’ es dem andern gestehn;
sie sahen sich an so feindlich,
und wollten vor Liebe vergehn.

Sie trennten sich endlich und sah’n sich
nur noch zuweilen im Traum;
sie waren längst gestorben
und wußten es selber kaum.

English Translation by David Kenneth Smith

They once loved each other, but neither
would to the other confess;
they saw each other as hostile,
yet wanted to perish from love.

They finally parted and sometimes sighted
the other in dreams;
they had been dead so long now
and hardly known it themselves.

February 17th, 2005   |  Permalink  |  Filed under: Schumann, Clara

Liebeszauber, Op. 13 no. 3

Clara SCHUMANN (1819-1896)
Text: Emanuel von Geibel (1815-1884)

Die Liebe saß als Nachtigall
im Rosenbusch und sang;
es flog der wundersüße Schall
den grünen Wald entlang.

Und wie er klang, da stieg im Kreis
aus tausend Kelchen Duft,
und alle Wipfel rauschten leis’,
und leiser ging die Luft;

Die Bäche schwiegen, die noch kaum
geplätschert von den Höh’n,
die Rehlein standen wie im Traum
und lauschten dem Getön.

Und hell und immer heller floß
der Sonne Glanz herein,
um Blumen, Wald und Schlucht ergoß
sich goldig roter Schein.

Ich aber zog den Weg entlang
und hörte auch den Schall.
Ach! was seit jener Stund’ ich sang,
war nur sein Widerhall.

English Translation by David Kenneth Smith

Now Love once like a nightingale
in rosebush perched and sang;
with sweetest wonder flew the sound
along the woodland green.

And as it rang, there rose a scent
from ring of thousand buds,
and all the treetops rustled soft,
and softer blew the air;

The brooklets silenced, scarcely come
by splashing from the heights,
the fawns stood still as if in dream
and listened to the tone.

And bright and ever brighter flowed
the sunbeams down inside,
’round blossoms, wood and gorge it gushed
with golden red sunshine.

I walked along the path that day
and also heard that sound.
Alas! what ever since I’ve sung
was just its echo faint.

February 17th, 2005   |  Permalink  |  Filed under: Schumann, Clara

Thomas Hampson
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