Den Tag hindurch nur einmal mag ich sprechen,
Gewohnt zu schweigen immer, und zu trauern:
Wenn durch die nachtgebor’nen Nebenlmauern
Auroren’s Purpurstrahlen liebend brechen.
Für Menschenohren sind es Harmonien.
Weil ich die Klage selbst melodisch künde
Und durch der Dichtung Glut das Rauhe ründe,
Vermuten sie in mir ein selig Blühen.
In mir, nach dem des Todes Arme langen,
In dessen tiefstem Herzen Schlangen wühlen;
Genährt von meinen schmerzlichen Gefühlen
Fast wütend durch ein ungestillt’ Verlangen:
Mit dir, das Morgens Göttin, mich zu einen,
Und weit von diesem nichtigen Getriebe,
Aus Sphären edler Freiheit, aus Sphären reiner Liebe,
ein stiller, bleicher Stern herab zu scheinen.
English Translation by Emily Ezust
The whole day long I may only speak once,
accustomed to being constantly silent and mourning:
when, through the night-begotten walls of mist
Aurora’s purple beams lovingly break.
To human ears this is harmony.
Because I proclaim my lament so melodically
and through the glow of poetry remold its roughness,
they suppose in me a joyous bloom.
But in me, for whom Death’s arms reach,
and in the depths of whose heart burrow serpents,
nourished by my painful thoughts,
I am almost frenzied with unappeased desire
to unite myself with you, O Goddess of the Morning,
and, far from this futile bustle,
from the spheres of noble freedom and pure love,
to shine down as a silent, pale star.
